Kinotrailer

Die Geschichte von Jimmy's Hall

Irland im Jahr 1932: Nach Jahren im amerikanischen Exil kehrt Jimmy Gralton zurück in sein Heimatdorf. Dort, inmitten der rauen irischen Landschaft, hatte er einst einen einfachen Tanzsaal eröffnet.

Die „Pearse-Connolly Hall” war ein Ort der freien Entfaltung und der Inspiration, ein Ort zum Träumen und natürlich zum Tanzen. Als Jimmy nun, nach über 10 Jahren, zurückkehrt, erwacht auch sein Tanzsaal zu neuem Leben und mit ihm die Hoffnungen einer neuen, jungen Generation. JIMMY’S HALL schwelgt in der ausgelassenen Stimmung der jungen Freigeister und feiert ihren Mut, ihre Ideale gegenüber der erzkonservativen Kirche zu verteidigen.

Für seinen wahrscheinlich letzten Spielfilm vertraute Regisseur Ken Loach (Angels’ Share, The Wind That Shakes the Barley) auf ein eingespieltes Team: Das Drehbuch stammt von seinem langjährigen Autor Paul Laverty, produziert wurde JIMMY’S HALL von Rebecca O’Brien.

JIMMY’S HALL ist inspiriert durch das Leben von James „Jimmy“ Gralton und die turbulenten Ereignisse im Irland der 1930er Jahre.

News rund um Jimmy's Hall

Ken Loach (Regie)

Was hat Sie dazu bewogen, die Geschichte von Jimmy Gralton zu erzählen?

Es handelt sich um eine besonders spannende und vielschichtige Geschichte, mit der die Vorstellung widerlegt wird, dass die Linke dem Tod geweiht sei, dass sie deprimierend, gegen Humor, Spaß und Feiern ist. Diese Geschichte zeigt auch das Ausmaß der Verquickung der kirchlichen Hierarchie mit der wirtschaftlichen Macht. Das war damals so im Fall von Jimmy Gralton, und das ist auch heute noch so.

Inwieweit ist der Film historisch belegt, und was ist Erfindung?

Der Film ist inspiriert vom Schicksal von Jimmy Gralton und von der Epoche, in der er sich bewegte. Man weiß leider nur wenig über sein Leben und über seine Persönlichkeit. Und das ist schade, weil alles darauf hin deutet, dass er ein toller Mensch war. Anderer- seits ließ es uns die Freiheit, über das Privatleben, dass er hätte haben können, und über die Entscheidungen, die traf, neu nachzudenken. Wir wollten dem Publikum einen vielseitigen und in sich stimmigen Charakter vorstellen und keine Karikatur eines militanten Aktivisten. Das war eine schwierige Gratwanderung, besonders in den Details. Wir haben also versucht, den Figuren Feinschliff zu geben und zugleich den historischen Fakten Genüge zu tun.

Was zeichnet die „Pearse-Connolly-Hall“ aus?

Ich denke, sie ist das Symbol für einen rebellischen Geist, ein Ort freier Entfaltung, in dem Ideen ausgetauscht und diskutiert werden können, wo Poesie, Musik und auch Sport betrieben werden können und wo man natürlich auch tanzen kann.

Gibt es Parallelen zwischen Jimmys Irland und dem heutigen Irland?

Ich glaube sehr wohl, dass der Kampf noch derselbe ist. Die Börsenkrise von 1929 hat zehn Jahre Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit verursacht. So ist es auch heute: die Linke hat es sehr schwer, überzeugende politische Argumente zu finden, eigentlich findet sie diese nie. Die politische Debatte findet zwischen verschiedenen rechten Parteien statt, und die Ärmsten bekommen die meisten Schläge ab. Viele junge Leute haben keine Zukunft, und in Irland wandern sehr viele Leute auf der Suche nach Arbeit aus. Folglich ist in dieser Hinsicht die aktuelle Lage der damaligen sehr ähnlich: ein Finanzcrash, gefolgt von einer Wirtschaftskrise.

Biographie

Ken Loach, den die Berlinale 2014 mit dem Goldenen Ehrenbären und einer Hommage ehrte, wurde 1936 in Nuneaton geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Oxford University und ersten Schritten auf der Theaterbühne, fand er im Jahr 1963 eine Stelle als Regisseur für den britischen TV-Sender BBC. Diese Anstellung war der Grundstein einer langen Karriere als Regisseur für TV- und später auch Kinofilme. Darunter das Sozialdrama Cathy Come Home (1966), Just a Kiss sowie den Gewinner der Goldenen Palme 2006 The Wind That Shakes the Barley.

Filmografie (Auszug)

  • 2012 Angels’ Share
  • 2009 Route Irish
  • 2008 Looking For Eric
  • 2007 It’s a Free World
  • 2006 The Wind That Shakes the Barley
  • 2004 Just A Kiss
  • 2002 Sweet Sixteen
  • 2000 Bread and Roses
  • 1998 My Name is Joe
  • 1996 Carla’s Song
  • 1995 Land and Freedom
  • 1990 Hidden Agenda
  • 1969 Kes

Paul Laverty (Drehbuch)

Manchmal überfällt einen die Idee für einen Film wie ein Geschenk aus heiterem Himmel. Das Projekt JIMMY‘S HALL ist mir so in den Schoss gefallen.Als ich Ken Loach von der Geschichte erzählte, habe ich gleich gemerkt, dass er dieselbe instinktive Reaktion empfand wie ich. Auch Rebecca O‘Brien zeigte sich, zehn Jahre nach The Wind That Shakes The Barley, interessiert an einem neuen irischen Filmprojekt.

Biographie

Geboren in Kalkutta, absolvierte der Sohn irisch-schottischer Eltern ein Philospophie-Studium an der Gregorianischen Universität in Rom sowie ein Jura Studium an der Strathclyde Universität in Glasgow. Seit ihrer ersten Zusammenarbeit im Jahr 1996 für Carla’s Song hat Paul Laverty fast ausnahmslos alle Drehbücher für die Filme von Ken Loach verfasst.

Filmografie (Auszug)

  • 2012 Angels’ Share
  • 2009 Route Irish
  • 2008 Looking For Eric
  • 2007 It’s a Free World
  • 2006 The Wind That Shakes the Barley
  • 2004 Just A Kiss
  • 2002 Sweet Sixteen
  • 2000 Bread and Roses
  • 1998 My Name is Joe

Barry Ward (Jimmy Gralton)

Wer war Jimmy Gralton?

Er war ein freigeistiger und fortschrittlicher Mann aus Leitrim. Er wurde 1886 geboren und war sein ganzes Leben lang Bauer und Arbeiter. Er ist auch um die Welt gereist: er war in der amerikanischen Marine, er reist entlang der Ostküste des Kontinents von Kanada bis Südamerika, und es scheint, dass er sogar bis nach Kalkutta gekommen ist. Dann ist er nach Irland, in sein Heimatdorf in Leitrim zurückgekehrt, und hat eine Menge neuer Ideen, die er auf seinen Reisen aufgefangen hat, mit nach Hause gebracht. Dort hat er seinen Saal aufgebaut, weil er dachte, dass die Leute so etwas dringend brauchen würden. Und es hat ihm einen Riesenärger eingebracht.

Was für ein Mensch war er Ihrer Meinung nach, abgesehen von seinen politischen Überzeugungen?

Ich denke, dass er sehr aufgeklärter Mensch war, sehr sensibel angesichts menschlichen Leidens. Ich glaube sogar, dass es ihm physisch wehtat, wenn er sah, wie jemand ungerecht behandelt wurde. Er ergriff immer Partei für die Unterdrückten, und er war ein unglaublich großherziger Mensch. Aus allen Dokumenten, die ich las, geht hervor, dass er permanent Geld spendete. Er hatte selbst nicht viel, doch als er aus den Vereinigten Staaten zurückkehrte, hatte er ein Grammophon und Schallplatten dabei, damit die Leute entdecken konnten, welche großartige Musik am anderen Ende der Welt gemacht wurde. Da gibt es zum Beispiel dieses wirklich hübsche Detail, dass er, nachdem er ausgewiesen und in die USA deportiert worden war, den Leuten, die ihn auf der Flucht versteckt hatten, ein Päckchen Geld schickte – mit der ausdrücklichen Anweisung, mal richtig zu feiern!

Wie verliefen die Dreharbeiten?

Freunde von mir haben in The Wind That Shakes the Barley mitgemacht. Sie haben mit erzählt, wie die Dreharbeiten mit Ken Loach abliefen. Sie haben es geliebt. Folglich wusste ich also ungefähr, was mich  erwarten würde, selbst wenn das Drehbuch täglich schöne Überraschungen bereithielt. Das ist einer guten Darstellung sehr zuträglich, denn es ermöglicht den Schauspielern, wirklich in die Haut eines anderen zu schlüpfen und Gefühle in Echtzeit zu erfahren.

Hatten Sie zuvor schon mal eine ähnliche Rolle verkörpert?

Nein, dies ist meine erste große Kinorolle. Wie die meisten Schauspieler und Leute, die mit Film zu tun haben, war ich verrückt danach, mal mit Ken Loach arbeiten. Das war also ein Traumjob. Ich will erst gar nicht wissen, ob dies eine Auswirkung auf meine Karriere hat – ich begnüge mich damit, von dieser Erfahrung zu zehren. Davor hatte ich kleine Rollen im Fernsehen und im Kino. Es ist mein vierter oder fünfter Spielfilm, aber ich bin in den letzten drei, vier Jahren sehr viel im Theater aufgetreten. Ich habe vor allem in Dublin gearbeitet und hatte das Glück, in vielen Shows im Abbey National Theatre in Dublin mitzumachen.

Simone Kirby (Oonagh)

Wie würden Sie Ihren Filmcharakter beschreiben?

Ich spiele Oonagh, in die sich Jimmy verliebt. Zu Beginn der zwanziger Jahre waren sie eine Art Paar, doch dann verlässt er sie. Er kommt 10 Jahren später zurück, sie ist verheiratet und hat eine Familie, doch ihre Gefühle füreinander sind immer noch sehr stark. Sie arbeitet auch in der Verwaltung des Saals mit und gibt Tanzkurse.

Wie stellen Sie sich ihre Vergangenheit vor?

In den zwanziger Jahren muss Jimmy sein Land verlassen, er fragt sie, ob sie mit ihm kommt, doch sie ist das einzige Kind, ihre Mutter siecht dahin, ihr Vater wäre ohne sie verloren… Man kann sagen, dass sie zu jenen Frauen gehört, die sich seit langem um andere und um das Haus gekümmert haben. Sie ist ganz sicher sehr tüchtig und musste schon sehr jung viel Verantwortung und viele Verpflichtungen übernehmen.

Ist sie von einer wahren Person inspiriert?

Nicht in Jimmys Geschichte, aber ich habe seinen Nachfahren dennoch erzählt, dass ich jene Frau spiele, in die er sich verliebt hatte…

Wie sind Sie zu dem Filmprojekt gestoßen?

Mein Londoner Agent hat ein Treffen mit Ken Loach arrangiert und wir haben uns nur fünf Minuten lang unterhalten. Anschließend hat man mir gesagt, dass ich zwei Wochen später kommen soll, um ein paar Szenen zu improvisieren. Dann bin ich nach London zurückkehrt, dann zwei Tage nach Dublin, insgesamt also war es ein sehr langer Prozess. Als man mir die Rolle angeboten hat, kannte ich noch nicht einmal den Namen der Figur. Ich wusste, dass sie von der Geschichte von Jimmy Gralton inspiriert war, und ich habe mich im Internet kundig gemacht. Ich wusste fast nichts über sein Leben und habe Rebecca O‘Brien nach Details gefragt. Ken Loach rief mich zurück und sagte: „Ich werde dir erklären, wen du in dem Film interpretierst: es ist eine fiktive Figur, es handelt sich nicht um ein Biopic“. Dann habe ich locker gelassen und mir gesagt: „Ich habe keine Ahnung, wer meine Figur ist, also ist es besser, wenn ich aufhöre, dran zu denken. Ich werde einfach aufkreuzen und die Rolle spielen, die man von mir will!“

Wie verlief Ihre bisherige Karriere?

Ich stamme aus Ennis, zog mit 17 Jahren nach Galway und habe Amateurtheater gemacht, bevor ich meine Ausbildung in Dublin begann. Ich lebte einige Jahre in Dublin, bevor ich aus beruflichen Gründen nach London umgezogen bin: ich wollte Projekte wie dieses ausfindig machen. Deshalb ist es wirklich komisch, dass ich nach Irland zurückgekommen bin, um dort meine bisher größte Rolle zu spielen.

Über den historischen Kontext

Im Juni 1921, der Zeit des ausklingenden angloirischen Krieges, kehrt Jimmy Gralton aus New York in die Grafschaft Leitrim zurück. Mit dem Ende des Krieges treten dort die ungelösten Probleme der irischen Gesellschaft hinsichtlich des Landbesitzes, der Arbeiterrechte und der gesellschaftlichen Ungleichheit, wieder stärker hervor. Jimmy Gralton und seine Kameraden errichten die „Pearse-Connolly-Hall“, wo sie Tribunale aber auch Tanzveranstaltungen abhalten.

Am 6. Dezember 1921 unterzeichnen die Abgeordneten des Dáil (das Unterhaus des Parlaments) und die Briten den Anglo-irischen Vertrag und begründen den Freistaat Irland. Die Ratifizierung bestätigt jedoch die Teilung des Landes, dessen nördlicher Teil weiter unter britischer Herrschaft verbleibt. Im Juni 1922 droht aufgrund des Vertrages ein Bürgerkrieg. Jimmy Gralton und seine „Pearse-Connolly-Hall“ sind den Vertrags-Anhängern ein Dorn im Auge: Sie versuchen ihn zu verhaften, doch ihm gelingt die Flucht zurück nach New York.

Durch die politische Linie der Regierung und ihren Schulterschluss mit der katholischen Kirche verschlimmern sich die sozialen Probleme: die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse und Farmer verschlechtert sich weiter und die soziale Ungleichheit nimmt zu.

1926 gründen der Republikaner Eamon de Valera und seine Anhänger die „Fianna Fáil“-Partei, die 1927 ins Parlament gelangt. Die Schwäche der anderen Oppositionsparteien nach Börsenkrach und Wirtschaftskrise 1929, sowie das Bekenntnis zur katholischen Kirche und den Prinzipien des Kapitalismus verschaffen der Partei Unterstützung aus allen Schichten der Gesellschaft. 1932 kommt die „Fianna Fáil“ an die Macht.

Im gleichen Jahr kehrt Jimmy Gralton nach Irland zurück. Dort nimmt er seine politischen Aktivitäten wieder auf: Er übt Druck auf die „Fianna Fáil“ aus, damit deren fortschrittliche Verprechen, etwa das Land den Landlosen zu überlassen, auch eingelöst werden. Und er baut auch die „Pearse-Connolly-Hall“ wieder auf, in der junge Leute Musik hören und tanzen können, und gibt den Ärmsten neue Hoffnung.

Durch den Eucharistic-Kongress 1932 in Dublin wird die Katholisierung des republikanischen Staates weiter unterstrichen. Die von der Kanzel herab diktierte Zensur und die Verdammung von Jazz, Tanz und „unzüchtiger Kleidung“ nehmen stetig zu. Immer wieder werden Versammlungen sozialistischer Aktivisten von gewalttätigen Antikommunisten attackiert, und auch die IRA bringt ihren linken Flügel zum Schweigen.

Jimmy Gralton wird in dieser angespannten Lage zur Zielscheibe von Kirche, Großgrundbesitzern und dem konservativen IRA-Mitgliedern. Im Dezember 1932 wird die „Pearse-Connolly-Hall“ von Männern des rechten IRA-Flügels niedergebrannt. Im Februar 1933 wird gegen Gralton eine Ausweisungsverfügung ausgearbeitet und trotz der landesweiten „Gralton Defence“-Kampagne wird er im August 1933 in die USA deportiert.

Credits

Großbritannien/Irland/Frankreich 2014 · 106 Minuten · Ton: 5.1 · Bild: 1.85

  • Barry Ward
  • Simone Kirby
  • Jim Norton
  • Francis Magee
  • Aisling Franciosi
  • Andrew Scott
  • Brían F. O’Byrne
  • Sixteen Films
  • Why Not Productions
  • Wild Bunch
  • Element Pictures
  • BFI  Film4
  • Bord Scannán na hÉireann/Irish Film Board
  • France 2 Cinéma
  • CANAL+
  • CINE+
  • Le Pacte
  • Les Films du Fleuve
  • Cineart
  • Longride Inc.
  • France Télévisions
  • BÜHNENBILD Fergus Clegg
  • TON Ray Beckett
  • Casting Kahleen Crawford
  • KOSTÜME Eimer Ní Mhaoldomhnaigh
  • KAMERA Robbie Ryan
  • Aufnahmeleiter Eimhear McMahon
  • Schnitt Jonathan Morris
  • MusiK George Fenton 
  • AUSFÜHRENDE PRODUZENTEN Andrew Lowe  Pascal Caucheteux  GrÉgoire Sorlat  Vincent Maraval
  • Drehbuch Paul Laverty
  • Produzent Rebecca O’Brien
  • Regie Ken Loach
  • Eine britisch-irisch-französische Co-Produktion 

© Sixteen Jimmy LimitedWhy Not ProductionsWild BunchElement PicturesChannel Four Television Corporation, the British Film Institute and Bord Scannán na hÉireann/the Irish Film Board 2014

Impressum

Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG · Lamprechtstr. 11a · 63739 Aschaffenburg
Telefon +49 (0) 6021 / 150 66 0 · Telefax +49 (0) 6021 / 150 66 19

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